Die Muskulatur des Pferdes

Was du über die Anatomie deines Pferdes wissen solltest – Zweiter Teil: Die Muskulatur

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Wie versprochen folgt hier der nächste Teil der Wissensreihe zur Pferdeanatomie. Weitere Artikel zu den Themen Knochenbau, Sinnnesorgane und Stoffwechsel der Pferde kannst du hier nachlesen.

Die Muskulatur des Pferdes

Die Skelettmuskulatur wird auch als aktiver Bewegungsapparat bezeichnet.

Die Muskeln setzen je nach Funktion an verschiedenen Angriffspunkten des Skeletts an.

Durch ihre Kontraktion lässt sich die Stellung der verbundenen Knochen zueinander variieren und es entsteht eine Bewegung wie zum Besispiel das Senken des Kopfes oder das Vorsetzen eines Beines.

Die Muskeln deines Pferdes arbeiten in großen Muskelgruppen zusammen.

Diese Gruppen stehen in funktionaler Beziehungen zueinander und ihr reibungsloses Zusammenspiel ist für das Gleichmaß der Bewegungen und die physische Losgelassenheit deines Pferdes entscheidend.

Die wichtigsten Muskelgruppen sind

  • Kopfmuskulatur
  • Hals- und Rückenmuskulatur
  • Bauch- und Brustkorbmuskulatur
  • Muskulatur der Vorhand
  • Muskulatur der Hinterhand

Die Muskulatur des Pferdes im Überblick:

Die Muskulatur des Pferdes
Die Muskulatur des Pferdes

Die Kopfmuskulatur des Pferdes

Die Muskulatur des Pferdekopfes wird gebildet aus einer Vielzahl kleinerer Muskelgruppen, die unter anderem zuständig sind für die Kopfhaltung, das Ohrenspiel, Lippen- und Kaubewegungen sowie für die Mimik.

Die Hals- und Rückenmuskulatur des Pferdes

Aufgaben der  Hals- und Rückenmuskulatur sind das Aufrichten und Seitwärtsbiegen der Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule deines Pferdes.

Unterscheiden lassen Sich die Muskeln dieser Körperpartie in kurze und lange Muskeln. Die kurzen Hals- und Rückenmuskeln verbinden jeweils zwei Wirbel miteinander.

Die langen Hals-und Rückenmuskeln umspannen in drei übereinander liegenden Schichten ganze Bereiche der Wirbelsäule.

Auch der längste Muskel des Pferdekörpers, der Musculus longissimus (Langer Rückenmuskel) gehört zu dieser Muskelgruppe.

Er spannt sich vom Kreuzbein entlang der gesamten Lenden-, Brust- und Halswirbelsäule bis zum Hinterhauptsbein des Schädels und spielt in der Bewegung deines Pferdes eine entscheidende Rolle.

Die Bauch- und Brustkorbmuskulatur des Pferdes

Die Muskeln des Brustkorbes ermöglichen die Atmung deines Pferdes.

Mit ihrer Hilfe lässt sich der Brustkorb weiten oder zusammenziehen.

Die Muskeln dieser Gruppe liegen in mehreren Schichten unter, zwischen und auf den Rippenknochen.

Unter die Aufgaben der Bauchmuskulatur fallen die Tragefunktion für die Eingeweide außerhalb des Brustkorbs und das Heranschließen der Hinterhand in der Bewegung deines Pferdes.

Zu dieser Muskelgruppe zählen unter anderem die schiefen Bauchmuskeln, der gerade Bauchmuskel und der Querbauchmuskel.

Die Muskulatur der Vordergliedmaße

Wie schon im ersten Teil dieser kleinen Anatomieserie erwähnt, ist das Vorderbein deines Pferdes nur über die Muskulatur des Schultergürtels und nicht über eine knöcherne Struktur mit dem Rumpf verbunden.

Daraus ergibt sich vor allem in den schwungvollen Grundgangarten ein stoßdämpfender und federnder Effekt der Vorhand.

Die Muskeln des Schultergürtels sind in einer oberflächlichen und einer tiefen Schicht übereinander gelagert.

Besondere Beachtung sollte du als Reiter dem Trapezmuskel und dem breiten Rückenmuskel zukommen lassen.

Sie dienen als Teil der oberflächlichen Muskelschicht zusammen mit den Rückmuskeln als Auflagefläche für den Sattel.

Um die volle Beweglichkeit der Gliedmaße mit Ihren einzelnen Gelenken herzustellen ist außerdem eine Vielzahl an weiteren Muskeln notwendig.

Sie funktionieren als Strecker und Beuger der Gelenke und sind am Unterarm deines Pferdes angesiedelt. Sie gehen in die zugehörigen Beuge- und Strecksehnen über.

Die Muskulatur der Hintergliedmaße

Entscheidend für den Bewegungsimpuls deines Pferdes verantwortlich ist ist die Muskulatur der Hinterhand.

Im Bereich von Hüfte und Kruppe lässt sich diese in äußere und tiefe Muskelschichten aufteilen.

Optisch gut zu erkennen sind der äußere Kruppenmuskel sowie die Hinterbackenmuskeln.

Den vollen Bewegungsumfang des Hinterbeins erreichen die Strecker und Beuger der einzelnen Gelenke in einem abgestimmten Zusammenspiel zwischen Muskeln und den damit verbundenen Sehnen.

Die für die Gelenkbewegungen notwendigen Muskeln sind am Ober- und Unterschenkel ansässig und gehen analog zum Vorderbein in die Beuge- und Strecksehnen der Gelenke über.

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Eine schöne Woche und viel Spaß mit deinem Pferd

Corinna1

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